Grußwort der Industrie- und Handelskammer

Sehr verehrte Damen und Herren,

regional und doch überregional, traditionell und doch innovativ – dass dies kein Widerspruch sein muss, zeigt der 753. Kalte Markt in Ortenberg wieder einmal auf beeindruckende Art und Weise. Mit ihrem Aushängeschild schlechthin präsentiert sich die Region einem überregionalen Publikum. Das traditionelle Handwerk wird auf einem der ältesten Volksfeste Deutschlands ebenso gezeigt wie im Rahmen der nunmehr 55. Leistungsschau innovative Produkte und Dienstleistungen.

Bereits seit dem 13. Jahrhundert feiert man in Ortenberg den Kalten Markt. Soweit mir bekannt ist, gibt es in ganz Deutschland einzig in Ellwangen an der Jagst eine vergleichbare Veranstaltung. Dass sich im Laufe von acht Jahrhunderten viel getan hat, ist selbstverständlich. Umso mehr freue ich mich, dass mit dem Pferde-, Fohlen- und Viehmarkt an einer jahrhundertealten Tradition festgehalten wird.

Neben einem Krämermarkt wird es in diesem Jahr, wie ich gehört habe, auch eine Plattform geben, auf der sich regionale Direktvermarkter – vom Viehzüchter bis hin zum Imker – präsentieren können. Für mich als Präsident der IHK Gießen-Friedberg steht aber die bereits erwähnte Leistungsschau in zwei Zelten sowie auf dem Freigelände im Fokus des Interesses. Denn hier erhalten der regionale Handel, die regionale Industrie und das regionale Handwerk die einmalige Gelegenheit, sich einem breiten Publikum hautnah zu präsentieren. Am letzten Wochenende im Oktober blickt man nach Ortenberg! Dies gilt es zu nutzen, um auf unsere schöne Region und ihre leistungsstarken Unternehmen aufmerksam zu machen, ihren Bekanntheitsgrad zu steigern.

Dass Ortenberg und die Region Oberhessen viel zu bieten haben, wird auf den ersten Blick deutlich: Sowohl Industrie-, Einzelhandels-, Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe gewähren in diesem Jahr einen umfassenden Einblick in ihr breitgefächertes Leistungsspektrum. Die rund 50 Aussteller hier und heute haben erkannt, dass der „Kalte Markt“ trotz hohem Spaßfaktor, ein strategisch wichtiges Marketinginstrument darstellt. Denn auch im Zeitalter von Internet und Co. stellt noch immer der persönliche Dialog die höchste Form der Kommunikation dar: Mit Kunden, mit anderen Ausstellern, aber auch mit potenziellen Mitarbeiten und Auszubildenden. Denn durch Ihre Teilnahme geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht.
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Thomas Morus: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“. In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Aufenthalt in Ortenberg!

Ihr Rainer Schwarz

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