Grußwort der Bürgermeisterin

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

wenn Ende des Monats Landtagswahl ist, ist das für unsere schöne Stadt mit 10 Ortsteilen eine besondere Herausforderung. Wir erwarten traditionell Ende Oktober rund 200.000 Besucher zu unserem Volksfest auf der Bundesstraße B 275. In diesem Jahr wird uns zuvor Frau Bundeskanzlerin besuchen und sich schon vor dem Markt von der Qualität unseres Festwirt-Ehepaars Widmann überzeugen können. Für unsere Wahlvorstände, die in den Wahllokalen Dienst haben, wird der Sonntag leider ausfallen. Um so mehr ein Grund für alle, die am Sonntag frei haben, unseren Markt zu besuchen. Da wir bis Dienstag offen haben, kann es jeder schaffen, zu sagen: „Sieben fünf zwei - ich bin dabei.“

Es ist der 752. Markt, den wir veranstalten. Aufregende Fahrgeschäfte auf dem Marktplatz, die ab Freitagabend mit vielen blinkenden Lichtern ihre Runden drehen. Mehrere hundert Marktstände, die sich in allen Gassen schlängeln und die Menschen in ihren Bann ziehen. Das alles in wunderbarer natürlicher Umgebung. Nach diesem heißen Sommer sehnen wir die kalten Tage herbei.

Man kann sehr gut über den Vulkanradweg oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Markt erreichen. Wer sich die Sache von oben anschauen möchte, nähert sich dem Marktgelände über die Bonifatius-Pilgerroute. Ende Oktober führen alle Wege der Region nach Ortenberg.

Der Duft von Gewürzen, Glühwein und vielen Leckereien durchzieht die Stadt.
Pferdefreunde schauen sich gerne das Schauprogramm des Kutschenfahrens oder der Voltigiergruppe an.

Dass unser Markt so vielfältig und groß ist, liegt daran, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger den Markt gemeinsam mit den Profis des Reisegewerbes gestalten. Ob Feuerwehr, Vereine oder Schulen und Kindergärten - alle machen mit und unterstützen die Stadt bei dieser Aufgabe.
Das Rote Kreuz Ortenberg wurde in diesem Jahr für sein Engagement besonders geehrt.

Vor 15 Jahren habe ich mich schon gefragt, ob Johann Wolfgang von Goethe und Wilhelm Busch schon auf unserem Markt waren. Von ihnen hörte man schon vor langer Zeit Worte, die auch heute immer wieder zu unserem wuseligen Marktwochenende passen.
Goethe sagte: „Anstatt, dass Ihr bedächtig steht, versucht's zusammen eine Strecke; wisst Ihr auch nicht, wohin es geht, so kommt Ihr wenigstens vom Flecke.“
Busch hatte wohl besonders den Frühschoppen am Montag vor Augen, als er beobachtete, „dass man ja von Natur aus kein Engel ist, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und rings umher ist ein Gedrängel, von solchen, die dasselbe sind“.

Wir hoffen, Sie alle besuchen uns uns haben Freude am Marktgeschehen und genießen Waren und Dienstleistungen, die Händler und Schausteller Ihnen an diesem Wochenende in Ortenberg anbieten.

Unser Marktmeister versteht sein Geschäft und ist nun schon mehr als 50 Jahre bei der Stadt. Da er gerade Opa geworden ist, hat er ein Auge auf alle Generationen und heißt Sie, liebe Gäste, gemeinsam mit dem Magistrat der Stadt herzlich Willkommen auf dem Kalten Markt in Ortenberg

Ich hoffe, wir sehen uns
Ihre

Ulrike Pfeiffer-Pantring

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